Raku (jap. rakuyaki) ist eine Brenntechnik aus Japan. Man bezeichnet damit sowohl die spezielle Tonmassen als auch den gesamten Fertigungsprozess und die dadurch entstandenen Keramikarbeiten. Von den Zen-Buddhisten wird es als fester Bestandteil seit Jahrhunderten in die Teezeremonie einbezogen.
Raku symbolisiert die Elemente der Natur (fließendes Wasser, rauher Stein, die Silhouette eines Bergkammes).



Beim Rakubrand wird das Zusammenspiel der Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft dazu “verwendet“, keramische Unikate von spezieller Ästhetik zu schaffen. Man verwendet heute meistens einen Gasofen, in dem die Werkstücke bis auf 1000°C gebrannt werden. Nachdem die Glasur ausgeschmolzen ist, werden die noch glühenden Objekte vorsichtig aus dem Ofen geholt.
Danach werden die Gegenstände mit Sägemehl bedeckt sog. Reduktion). Die Flamme wird langsam erstickt und der Rauch kann sich jetzt in den Ton und die Glasurrisse bzw. unglasierten Oberflächen einlagern und so die schwarzen Anteile am Werkstück erzeugen. Luftdicht in großen Tonnen verschlossen, durchlaufen die Objekte auf diese Weise eine Art “schnellen Alterungsprozess“ mit Rissen und Brüchen in der Oberfläche der Objekte. Durch den extremen Temperaturschock entstehen in der Glasur große und kleine Risse: das typische Craquelé Muster.
Das war meine Wochenendbeschäftigung und es war eine wirklich "heiße" Angelegenheit!
Mit den Ergebnissen meiner Arbeit sehr zufrieden, wünsche ich Euch allen einen guten Start in die Woche. Viele Grüße von Luzia.